Die EU-KI-Verordnung, Inhalts-Provenienz & Ihr Werk
Was sich 2026 ändert — und wo ein zeitgestempelter Datensatz hineinpasst
Ab August 2026 setzt die EU-KI-Verordnung Pflichten zu Inhalts-Provenienz und Transparenz in Kraft. Diese Seite erklärt klar, was das Gesetz tatsächlich verlangt, für wen es gilt und wie sich ein Erstellungszertifikat dazu verhält. Es sind Hintergrundinformationen, keine Rechtsberatung.
Die Transparenzregeln (Artikel 50) verlangen von KI-Anbietern und -Betreibern, KI-Beteiligung sichtbar zu machen:
- Anbieter generativer KI müssen KI-generierte Ausgaben maschinenlesbar kennzeichnen — Wasserzeichen oder Metadaten wie C2PA Content Credentials.
- Betreiber müssen offenlegen, wenn Inhalte — Text, Bild, Audio oder Video — KI-generiert oder KI-manipuliert wurden.
- Diese Pflichten treffen den KI-Anbieter und den Betreiber — nicht den einzelnen Urheber, der sein eigenes menschliches Werk nachweist.
Wenn Sie Ihr eigenes Werk schaffen, verlangt die KI-Verordnung keine Registrierung oder Kennzeichnung — das Urheberrecht entsteht ohnehin automatisch mit der Schöpfung. Was sich ändert, ist das Umfeld: Provenienz-Metadaten werden zu einem erwarteten, maschinenlesbaren Teil davon, wie Dateien zirkulieren. Mit einem Datum zeigen zu können, dass ein Werk existierte und wie es entstand, wird zunehmend nützlich — bei Streitfällen, bei Lizenzierung und schlicht, um geglaubt zu werden.
Ein Erstellungszertifikat gibt Ihnen datierte, unabhängig überprüfbare Belege, dass eine genaue Datei in einer bestimmten Form existierte — ein Prioritätsdatum, auf das Sie sich in einem Streitfall berufen können. Es ist kein KI-Verordnung-Konformitätsprodukt und registriert kein Urheberrecht. Es ist ein unterstützender Beleg und ein Provenienz-Datensatz: Es stempelt Ihre Datei und Ihre eigene Erklärung, wie sie entstand.
Jedes Zertifikat hält eine Urheberschaftserklärung fest — Mensch, KI-unterstützt oder überwiegend KI-generiert — im zeitgestempelten Datensatz selbst, sodass die Erklärung später nicht still geändert werden kann. KI-Nutzung ehrlich anzugeben ist gute Praxis und erhält die Glaubwürdigkeit Ihres Datensatzes. Die Erklärung ist Ihre Aussage; Timbrica prüft sie nicht.
Diese Seite ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung, und ein Erstellungszertifikat macht Sie nicht „KI-Verordnung-konform“. Die Pflichten des Gesetzes gelten für KI-Anbieter und -Betreiber; für Rat zu Ihrer Lage wenden Sie sich an eine qualifizierte Fachkraft. Was das Zertifikat Ihnen gibt, ist ein solider, unabhängig überprüfbarer Beleg für ein Datum — nicht mehr und nicht weniger.